Beschäftigungsbrücke Transfergesellschaft​

Transfergesellschaften (TG) sind ein wirksames arbeitsmarktpolitisches Instrument, wenn ein betrieblicher Personalabbau unvermeidlich ist. Ziel ist es, die Beschäftigten in einer schwierigen Situation beratend zu begleiten, materiell abzusichern und zügig neue Beschäftigungsverhältnisse zu vermitteln. 

Transfergesellschaften werden über ein gesetzlich definiertes Verfahren in enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit installiert (§§ 110 ff. SGB III Transfermaßnahmen).

Finanziert wird das Modell weitgehend durch Beiträge des abgebenden Betriebes (Sozialversicherungsbeiträge, Aufzahlung zum KUG, Regiekosten, Qualifizierung, Coaching usw) sowie durch staatliches Transferkurzarbeitergeld (§ 111 SGB III). Wird eine Transfergesellschaft eingerichtet, wechseln die betroffenen Mitarbeiter aus dem abgebenden Unternehmen in eine sogenannte betriebsorganisatorisch eigenständige Einheit. Damit wird die Transfergesellschaft der neue Arbeitgeber für die ausscheidenden Mitarbeiter.

Im Rahmen des neuen Arbeitsverhältnisses erfolgen Aktivitäten, die das Ziel haben, den Arbeitnehmer vor der Arbeitslosigkeit zu bewahren und in ein neues Beschäftigungsverhältnis zu bringen.

In der Transfergesellschaft sind die Mitarbeiter sozialversicherungspflichtig beschäftigt und können sich ausschließlich um ihre berufliche Neuorientierung kümmern. Die Dauer der befristeten Beschäftigung in einer Transfergesellschaft ist auf maximal zwölf Monate begrenzt. Diese Zeit „schenkt“ der Staat den Betroffenen.

Der Vorteil ist: Die Arbeitnehmer sind nicht arbeitslos, sondern regulär „beschäftigt“ mit dem einzigen Ziel, sich um die berufliche Neuorientierung zu kümmern.

Der Wechsel eines Mitarbeiters in die Transfergesellschaft erfolgt freiwillig. Es wird ein Vertrag zwischen dem Arbeitgeber, dem  Arbeitnehmer sowie der Transfergesellschaft abgeschlossen, um das bisherige Arbeitsverhältnis vorzeitig zu beenden und den Eintritt des Mitarbeiters in die Transfergesellschaft zu ermöglichen: der sogenannte „Dreiseitige Vertrag“.

Die Umsetzung der Transfergesellschaft erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, den Arbeitnehmern, Unternehmen und dem Transferträger MYPEGASUS.

Transfermodell

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