Nachruf zum Tod von Norbert Blüm - Ohne ihn gäbe es keine Transfergesellschaften

Im Alter von 84 Jahren ist der frühere Arbeits- und Sozialminister Dr. Norbert Blüm in Bonn gestorben. Er war 16 Jahre Minister unter Helmut Kohl und das soziale Gewissen der CDU.

Dem eisernen Verfechter des Generationenvertrages verdankt die Bundesrepublik nicht nur die Einführung der Pflegeversicherung.
Unter Norbert Blüm wurden Transfergesellschaften im Rahmen des § 175 SGB III „Strukturkurzarbeitergeld“ im Sozialgesetzbuch III verankert. Dieser Schritt trug wesentlich zur Etablierung des Modells bei.
 
Norbert Blüm wurde 1935 in Rüsselsheim geboren. Dort begann er 1950 bei der Adam Opel AG eine Ausbildung zum Werkzeugmacher. Schon als 15-jähriger Lehrling schloss sich Blüm der Gewerkschaft IG Metall an.
 
„Ich bin Mitglied der Gewerkschaft aus Überzeugung, weil ich glaube, dass eine soziale Marktwirtschaft, also eine nicht staatlich gelenkte Wirtschaft, Tarifpartner braucht und deshalb starke Gewerkschaften.“ Der Mann von der Werkbank, der am Abendgymnasium in Mainz das Abitur nachholte, engagierte sich innerhalb der CDU in der christlich-demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA). Sein Herz schlug für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
 
Die Bundesrepublik verliert mit Norbert Blüm nicht nur einen herausragenden und humorvollen Politiker, sondern auch einen aufrechten und leidenschaftlichen Demokraten.

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Dusan Vesenjak

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