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Freiwilligenprogramme? Beschäftigte nicht allein lassen!

Outplacement als wichtiger Baustein für verantwortungsvolle Betriebsratsarbeit

Bundesweit bauen derzeit zahlreiche Unternehmen Personal ab. Freiwilligenprogramme und Aufhebungsverträge gelten dabei als bewährte Instrumente, um Personalabbau sozialverträglich umzusetzen. Der sogenannte „Goldene Handschlag“ soll Beschäftigten den Abschied erleichtern und gleichzeitig langwierige arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen vermeiden.

Auf den ersten Blick erscheint das Angebot attraktiv: Eine hohe Abfindung schafft finanzielle Sicherheit und eröffnet neue Perspektiven. Doch hinter dem vermeintlich unkomplizierten Ausstieg verbergen sich Risiken, die häufig unterschätzt werden. Zum einen sind Abfindungen steuerpflichtig. Die früheren Freibeträge wurden bereits vor Jahren durch die Fünftel-Regelung ersetzt. 

Zum anderen stehen viele Beschäftigte nach der Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrags plötzlich vor einer völlig neuen Herausforderung: der beruflichen Neuorientierung. Nach vielen Jahren oder sogar Jahrzehnten im selben Unternehmen fehlen häufig aktuelle Kenntnisse über den Arbeitsmarkt, moderne Bewerbungsverfahren und digitale Recruiting-Prozesse. Was früher mit einer schriftlichen Bewerbung und einem Vorstellungsgespräch erledigt war, erfordert heute oft professionelle Bewerbungsunterlagen, digitale Profile, Online-Netzwerke und eine gezielte Positionierung am Arbeitsmarkt.

Die Folgen sind bekannt: Nicht selten führt der Weg nach dem Ausscheiden zunächst in die Arbeitslosigkeit, in längere Phasen der Orientierungslosigkeit oder sogar in prekäre Beschäftigungsverhältnisse.

 
Outplacement in den Interessenausgleich aufnehmen

Betriebsräte können hier einen entscheidenden Beitrag leisten. Unsere Empfehlung lautet, im Rahmen von Interessenausgleich und Sozialplan eine professionelle Outplacement-Beratung verbindlich zu verankern. Dadurch erhalten die betroffenen Beschäftigten nicht nur finanzielle Leistungen, sondern auch konkrete Unterstützung für ihren beruflichen Neustart.

Ein professioneller Outplacement-Coach begleitet den gesamten Neuorientierungsprozess – von der Analyse beruflicher Perspektiven über die Erstellung moderner Bewerbungsunterlagen bis hin zur Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche. Darüber hinaus verfügen erfahrene Berater häufig über wertvolle Netzwerke und Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern.

 
Outplacement für alle – nicht nur für Führungskräfte

Bei MYPEGASUS verfolgen wir dabei einen besonderen Ansatz. Wir haben das Instrument Outplacement demokratisiert. Was früher nahezu ausschließlich Fach- und Führungskräften vorbehalten war, machen wir heute für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aller Qualifikationsstufen zugänglich.

Denn gerade Beschäftigte mit langer Betriebszugehörigkeit benötigen oftmals intensive Unterstützung beim Übergang in eine neue berufliche Zukunft. Aus unserer Sicht ist das nicht nur eine Frage der Fairness, sondern auch der sozialen Verantwortung.

Wer freiwillig geht, sollte nicht allein gelassen werden. Eine gute Abfindung ist wichtig – eine erfolgreiche berufliche Perspektive danach ist noch wichtiger.

Unser Fazit: Freiwilligenprogramme können ein sinnvoller Bestandteil eines sozialverträglichen Personalabbaus sein. Betriebsräte sollten jedoch darauf achten, dass finanzielle Leistungen und professionelle Begleitung Hand in Hand gehen. Outplacement schafft Perspektiven, erhöht die Chancen auf eine schnelle Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt und hilft Beschäftigten dabei, den nächsten beruflichen Schritt erfolgreich zu gestalten.